Postmenopause – wenn die Wechseljahre zu Ende gehen

Mit der Menopause bricht für die Frau ein neuer Lebensabschnitt an. Die Wechseljahre sind mit der letzten Regelblutung jedoch noch nicht zu Ende. Hier lesen Sie, was während der Postmenopause im Körper passiert, welche Beschwerden auftreten können, und wie Sie am besten damit umgehen.

Die Wechseljahre sind mit der Menopause nicht zu Ende

Eine ältere Dame befindet sich am Ende der Wechseljahre

Die Wechseljahre bezeichnen einen Prozess der Hormonumstellung, der sich über viele Jahre erstreckt. Die Prämenopause beginnt bei vielen Frauen bereits in der ersten Hälfte des 5. Lebensjahrzehnts und verursacht anfangs nur selten Symptome. Typische Wechseljahrsbeschwerden wie Hitzewallungen und Schweißausbrüche treten meist erst auf, wenn der Vorrat an Eifollikeln fast aufgebraucht ist. Diese Phase der sogenannten Perimenopause setzt normalerweise um das 50. Lebensjahr herum ein und dauert im Durchschnitt vier Jahre. In dieser Zeit werden die Regelblutungen immer seltener, bis sie ganz ausbleiben. Die letzte Regelblutung wird Menopause genannt. Sie lässt sich nur rückwirkend bestimmen. Hat eine Frau ein Jahr lang keine Regelblutung mehr gehabt, kann sie davon ausgehen, dass ihre fruchtbare Zeit vorbei ist.

Mit der Menopause sind die Wechseljahre jedoch noch nicht zu Ende. In den ersten ein bis zwei Jahren nach der letzten Blutung verspüren Frauen häufig noch die gleichen Symptome wie kurz zuvor. Deshalb wird diese Phase in Fachkreisen noch der Perimenopause zugerechnet.

Von der Postmenopause spricht man ab etwa einem Jahr nach der Menopause. Diese kann zehn Jahre oder mehr umfassen und ist davon gekennzeichnet, dass sich der Körper nach und nach an das niedrigere Hormonlevel anpasst. Hitzewallungen und Stimmungsschwankungen lassen nach. Dafür treten andere Beschwerden auf.

Typische Symptome der Postmenopause

In der Postmenopause produzieren die Eierstöcke keine Sexualhormone mehr. Das hat weitreichende Folgen für den Körper, denn Östrogene und Gestagene steuern bei jungen Frauen nicht nur den monatlichen Zyklus, sie sind auch in andere Stoffwechselprozesse eingebunden. So helfen sie beispielsweise bei der Regulierung des Cholesterinspiegels, ein Grund, warum Frauen unter 50 seltener von Herz-Kreislauf-Erkrankungen betroffen sind als gleichaltrige Männer. Mit dem Ende der Wechseljahre steigt das Risiko, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden, bei Frauen jedoch aufgrund der hormonellen Veränderungen stark an. Und auch die Knochendichte lässt aufgrund des Östrogenmangels immer mehr nach, was in schwerwiegenden Fällen zu Osteoporose und einer steigenden Gefahr für Knochenbrüche führen kann.

Während Herz- und Kreislauferkrankungen sowie Osteoporose in der Anfangsphase kaum Beschwerden auslösen, merken Frauen die Auswirkungen der hormonellen Umstellung zunächst vor allem an Haut und Haaren. Ohne Östrogene bildet sich das Kollagen zurück und die Haut wird dünner, trockener und damit auch faltiger. Viele Frauen leiden unter trockener werdenden Schleimhäuten. Das äußert sich in brennenden und müden Augen, aber auch durch Scheidentrockenheit. Wenn die Wechseljahre zu Ende gehen, kommt es außerdem vermehrt zu Problemen mit der Blase und zu Inkontinenz.

Zum Ende der Wechseljahre rückt Gesundheitsvorsorge in den Mittelpunkt

Während es in der Perimenopause vor allem darum ging, Beschwerden zu lindern, rückt in der Postmenopause der langfristige Erhalt der Gesundheit in den Mittelpunkt. Wenn die letzte Regelblutung ein Jahr oder länger her ist, sollten Frauen eine Knochendichtemessung durchführen lassen, um ein eventuell bestehendes Osteoporoserisiko frühzeitig zu erkennen. Achten Sie nun verstärkt auf eine kalziumreiche Ernährung und sorgen Sie für eine ausreichende Zufuhr von Vitamin D. Vitamin D kann zwar von der Haut selbst produziert werden, wenn sie der Sonne ausgesetzt ist. Aber da die Haut zum Ende der Wechseljahre empfindlicher wird, ist es ratsam, ausgiebige Sonnenbäder zu meiden. Es gibt einige Nahrungsmittel, wie zum Beispiel fettreicher Fisch, die Vitamin D enthalten. Sie können aber auch auf Nahrungsergänzungsmittel in Form von Kapseln zurückgreifen.

Eine gesunde und kalorienarme Ernährung und ausreichend Sport sind die beste Voraussetzung, um über die Postmenopause hinaus möglichst lange gesund und aktiv zu bleiben.

Aber auch die innere Einstellung spielt eine wichtige Rolle dabei, wie Frauen dem Alter entgegensehen. Wenn die Wechseljahre zu Ende sind, liegen noch viele Lebensjahre vor Ihnen, in denen Sie sich nicht mehr mit monatlichen Blutungen oder Verhütung auseinandersetzen müssen. Die Kinder sind dann in der Regel selbstständig – so bleibt endlich Zeit, sich mehr auf die eigenen Bedürfnisse und Wünsche zu konzentrieren.Diese Artikel könnten Sie auch interessieren: Gesund ernähren >>

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