Wechseljahre – wenn die Periode unregelmäßig wird

Verkürzter Menstruationszyklus, Zwischenblutungen oder ungewöhnlich langwährende und starke Regelblutungen – die ersten Anzeichen der Wechseljahre sind meistens Unregelmäßigkeiten bei der Periode. Wie die Hormone den Zyklus beeinflussen und sich die anstehende Menopause auf die Geschlechtsorgane sowie die monatlichen Blutungen auswirkt, lesen Sie hier.

Die Periode und ihre Bedeutung

Unregelmäßige Perioden sind ein Anzeichen für das Eintreten der Wechseljahre
Die Periode begleitet die Frauen von der Pubertät bis zur Menopause. Obgleich viele die monatlichen Blutungen als lästig empfinden, sind sie doch gleichzeitig ein Symbol für die Fruchtbarkeit. Jeden Monat reift in den Eierstöcken der Frau eine Eizelle heran. Wird diese befruchtet, nistet sie sich in der Gebärmutter ein und wächst zu einem Kind heran.

Bleibt die Befruchtung aus, wird das Ei gemeinsam mit der überschüssigen Gebärmutterschleimhaut, die eigens für eine potenzielle Schwangerschaft aufgebaut wurde, mit der Regelblutung herausgespült. Dieser Zyklus dauert etwa 28 Tage und wird durch das genaue Zusammenspiel verschiedener Hormone gesteuert. Um das 50. Lebensjahr herum, kommt es immer seltener zu einem Eisprung und die Frau kommt in die Wechseljahre.

Wie sich der Hormonhaushalt während der Wechseljahre verändert

Östrogene und Gestagene, die weiblichen Sexualhormone, die den Zyklus steuern, werden hauptsächlich in den Eierstöcken hergestellt. So entsteht beispielsweise aus der verbleibenden Eihülle nach dem Eisprung der sogenannte Gelbkörper, der wiederum das Hormon Progesteron produziert. Bleibt der Eisprung aus, entstehen weniger dieser Gelbkörperhormone. Die Wechseljahre beginnen deshalb in der Regel mit einem Progesteron-Mangel.

Die niedrigen Hormonwerte im Blut regen den Vorderlappen der Hirnanhangdrüse (Hypophyse) an, mehr luteinisierendes Hormon (LH) und follikelstimulierendes Hormon (FSH) auszuschütten. Diese beiden im Gehirn produzierten Hormone sorgen normalerweise dafür, dass die Produktion von Östrogen und Progesteron mit dem Zyklus steigt und fällt. Ohne Gelbkörper läuft diese Steuerung jedoch ins Leere. Statt Progesteron wird für kurze Zeit die Östrogen-Produktion angeregt. Aber mit dem Fortschreiten der Wechseljahre schütten die Eierstöcke auch davon immer weniger aus. Der Hormonhaushalt gerät durcheinander und das wirkt sich direkt auf die Periode aus.

Was bedeutet das für die Regelblutung in den Wechseljahren?

Zu Beginn der Wechseljahre, in der sogenannten Prämenopause, führt der hin und wieder ausbleibende Eisprung dazu, dass die Blutungen in kürzeren Abständen auftreten. In diesem frühen Stadium kommen Zyklusstörungen zunächst nur vereinzelt vor und wechseln sich mit langen Phasen ab, in denen die Periode regelmäßig verläuft. Beschwerden sind selten, allerdings leiden Frauen in dieser Zeit häufiger unter dem Prämenstruellen Syndrom (PMS), das kurz vor Einsetzen der Regelblutung Spannungen in der Brust, Stimmungsschwankungen oder auch Kopfschmerzen auslösen kann.

Die Zeitabstände zwischen den Blutungen werden länger

In der Perimenopause, die bei vielen in der zweiten Hälfte des fünften Lebensjahrzehnts beginnt, verlängern sich die Abstände zwischen den Regelblutungen zunehmend. Gleichzeitig werden die Blutungen stärker und können länger andauern als zuvor. Diese gehen bei vielen Frauen mit ziehenden Unterleibsschmerzen einher. Bei einem sehr hohen Blutverlust kommt es bei manchen zu Blutarmut (Anämie).

Die Betroffenen sollten deshalb spätestens nach zehn Tagen Regelblutung zum Arzt gehen. Auch Zwischenblutungen und Schmierblutungen nehmen im Verlauf der Wechseljahre häufig zu. Oft ist es die Unberechenbarkeit der Periode, die Frauen am meisten belastet. Gerade bei lang anhaltenden Regelblutungen in den Wechseljahren empfehlen Ärzte oft eine Ausschabung der Gebärmutter.

Mit dem Ende der Wechseljahre hört die Periode ganz auf

Die letzte Regelblutung wird Menopause genannt. Danach ist der Vorrat an unbefruchteten Eiern aufgebraucht und die fruchtbare Phase der Frau zu Ende. Die Menopause wird rückwirkend festgestellt, wenn die Frau seit einem Jahr keine Blutungen mehr hatte. Nach der Menopause dauert es für gewöhnlich noch einige Jahre, bis sich der Hormonhaushalt auf einem niedrigeren stabilen Niveau einpendelt. In dieser Zeit kann es immer noch zu den verschiedensten Beschwerden kommen.

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